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Datum: Juli 2014

Kategorie: News

Gaudi-Arabien in Zell am See

Gaudi-Arabien in Zell am See

 

Berlin – Beim Gedanken an Saudi-Arabien schießen den meisten unmittelbar Bilder von teuren Sportflitzern, Wüstenlandschaften, Falken oder Ölscheichs in den Kopf – Assoziationen, die sich über Generationen tief verankert haben. Verschleierte Damen, die Pudelmützen tragend in Skiliften durch die Lüfte gondeln, kommen dagegen den Wenigsten in den Sinn – mit Ausnahme der 9.500 Bewohner von Zell am See. Denn zumindest zur Sommerzeit prägen solche Bilder das Stadtbild: Rund 70.000 Urlauber aus Kuwait, Saudi-Arabien und den Emiraten reisen Jahr für Jahr in das beschauliche Örtchen. „Sellamsie“, wie sie sagen, ist gewissermaßen das Urlaubs-Mekka für Wüstenbewohner. Der 18 Grad kalte See, das 3.203 Meter hohe Kitzsteinhorn mit Schneesturm im Juni, und bis zu 18 Tage Regen im Monat – schöner kann der Sommer, wohlbemerkt aus Sicht der arabischen Gäste, gar nicht sein. Bei Temperaturen um die 50 Grad in der Heimat, sicherlich eine willkommene Abwechslung. Es liegt wohl in der Natur des Menschen, dass er immer genau das Gegenteil von dem haben möchte, was er hat. Der Ansturm aus dem Nahen Osten ist mittlerweile so groß, dass vor vielen Restaurants neben deutschen, auch arabische Schilder den Weg weisen. Man möchte eben, dass sich die Gäste hier wohl fühlen. Und das tun sie auch: „Für die Touristen aus dem Nahen und Mittleren Osten ist das hier das Paradies“, bestätigt Sabine Hörl, Chefin des „Romantikhotel“. Seit Jahren beherbergt sie jeden Sommer eine Prinzessin aus Abu Dhabi mit ihrer Gefolgschaft bei sich. „Beim letzten Mal haben wir hier gemeinsam getafelt“, sagt die Hotelbetreiberin. Die deutschen Damen im Dirndl, die arabischen Damen in langen Gewändern. Direkt unterm Kreuz in der Gaststube. Gelebte Integration sozusagen – und zwar in beide Richtungen. „Anders“ nämlich sind beide: die Burka tragenden arabischen Touristinnen genauso wie die einheimischen Damen in ihren traditionellen Trachten – je nachdem, aus welcher Perspektive man dies beurteilt. Ratloses Achselzucken wird sich daher wohl in beiden Lagern nie ganz vermeiden lassen: Seitens der Gäste, wenn sich unsereins etwa bei 33 Grad in der brütenden Hitze brutzeln lässt ebenso, wie in den Reihen der Gastgeber, wenn ein Gemisch aus Regen, Wolken und Temperaturen unterhalb der 15 Grad Marke als „perfektes Ausflugswetter“ wahrgenommen wird.

Datum: Juli 2014

Kategorie: News

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